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EV Charging Costs in Switzerland: What Does Charging Really Cost?

KamilyaKamilya- 24.02.26, 14:02

E-Auto Ladekosten Schweiz: Was kostet das Laden wirklich?

Die Kosten fürs Laden eines Elektroautos in der Schweiz variieren enorm, je nach Ladeort, Tarif und Geschwindigkeit. Zu Hause an der Wallbox liegt der Preis aktuell bei 25 bis 32 Rappen pro Kilowattstunde (kWh), an öffentlichen AC-Stationen zwischen 30 und 65 Rappen, und an Schnellladestationen auf der Autobahn kann er 70 Rappen bis über einen Franken erreichen. Umgerechnet auf 100 Kilometer Fahrt bedeutet das zwischen rund 5 Franken daheim und bis zu 13 Franken unterwegs. Im europäischen Vergleich bewegt sich die Schweiz im oberen Mittelfeld, wobei die Preise je nach Kanton und Anbieter stark schwanken. Alle Angaben beziehen sich auf den aktuellen Stand und können sich verändern.

Was du in diesem Artikel lernst:

  • Welche Ladeoptionen es in der Schweiz gibt und was sie kosten.

  • Wie Elektro- und Verbrennerkosten im Vergleich abschneiden.

  • Welche Faktoren den Preis beeinflussen und wie sich beim Laden sparen lässt.

Was kostet das Laden eines E-Autos in der Schweiz?

Der Median-Strompreis für Schweizer Haushalte liegt 2026 gemäss der Eidgenössischen Elektrizitätskommission (ElCom) bei 27.7 Rappen pro kWh, rund 4 Prozent tiefer als im Vorjahr. Bei einem typischen Verbrauch von 17 kWh auf 100 Kilometer kostet Heimladen damit zwischen 4.25 und 5.50 Franken. An öffentlichen AC-Stationen verdoppelt sich dieser Betrag auf 6 bis 11 Franken, an Schnellladern auf 9 bis 13 Franken.

Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter liegt oft ein Preisunterschied von 50 Prozent und mehr. Ein genauer Vergleich vor dem Laden eines Elektroautos lohnt sich deshalb in jedem Fall.

Ladeoptionen und ihre Kosten in der Schweiz

Laden zu Hause: die günstigste Option

Heimladen bleibt mit Abstand die günstigste Variante. Beim Median-Strompreis von 27.7 Rappen pro kWh kostet eine Vollladung einer 60-kWh-Batterie etwa 17 Franken, was je nach Fahrzeug für 300 bis 400 Kilometer reicht. Voraussetzung ist eine Wallbox, die inklusive Installation zwischen 1’500 und 2’500 Franken kostet und sich bei regelmässiger Nutzung innerhalb von zwei bis drei Jahren amortisiert.

Viele Energieversorger bieten unterschiedliche Tag- und Nachttarife an, wobei Nachtstrom oft bis zu 30 Prozent günstiger ist. Wer das Auto abends ansteckt und die Wallbox so programmiert, dass sie erst im Niedertarif lädt, spart über ein Jahr gerechnet 100 bis 200 Franken, ganz ohne Komfortverlust.

Wer ein Eigenheim mit Solaranlage besitzt, drückt die Kosten nochmals deutlich. Sobald die Photovoltaikanlage amortisiert ist, liegt der Strom vom eigenen Dach oft unter 10 Rappen pro kWh. In Kombination mit PV-Überschussladen, bei dem die Wallbox automatisch startet, sobald die Solaranlage mehr produziert als das Haus verbraucht, wird Laden beinahe zum Nulltarif.

Öffentliche Ladestationen: Preismodelle im Überblick

Beim öffentlichen Laden wird der Preisvergleich schnell unübersichtlich, weil es kein einheitliches Abrechnungsmodell gibt. Manche Anbieter rechnen nach kWh ab, andere nach Ladezeit, wieder andere kombinieren beides und legen eine Startgebühr obendrauf.

Zu den wichtigsten Schweizer Ladenetzwerken gehören Swisscharge, evpass (unter Shell), GoFast, Move, Energie 360° und Ionity. GoFast gilt als vergleichsweise günstig: Laut TCS-Erhebungen kostet eine Ladung von 50 kWh dort zwischen 23 und 30 Franken. Move setzt auf ein Mischmodell aus Energie- und Zeittarif (36 bis 38 Franken für 50 kWh), während evpass mit bis zu 46 Franken für die gleiche Menge am oberen Ende liegt.

Abo-Modelle können sich rechnen, aber nur bei ausreichendem Ladevolumen. Das Ionity-Abo für rund 12 Franken monatlich senkt den kWh-Preis von 79 auf 59 Rappen, wird aber erst ab etwa 60 kWh pro Monat wirtschaftlich. Und ein oft unterschätzter Kostentreiber: Wer mit einer fremden Ladekarte an einer Station eines anderen Netzwerks lädt, zahlt Roaming-Aufschläge von bis zu 76 Prozent. Die Faustregel lautet deshalb, immer die App oder Karte des jeweiligen Stationsbetreibers zu nutzen.

Schnellladestationen: schnell, aber teurer

DC-Schnellladen kostet deutlich mehr, weil die Hochleistungstechnik in Anschaffung und Betrieb teuer ist und die Stationen meist an stark frequentierten Standorten stehen. Der TCS hat die Preise an 35 Schnellladestationen auf Schweizer Autobahnraststätten verglichen und kam auf einen Durchschnitt von 34 Franken für 50 kWh. Die Spanne reichte von 23 Franken (GoFast Viamala) bis 46 Franken (evpass Kölliken), also ein Unterschied von 100 Prozent.

Der Vorteil liegt in der Zeitersparnis: Ein Schnelllader mit 150 kW schafft eine Vollladung in 20 bis 30 Minuten statt mehreren Stunden. Wirtschaftlich sinnvoll ist Schnellladen aber primär auf Langstreckenfahrten, nicht als Alltagslösung.

Kostenfaktoren beim E-Auto-Laden

Stromtarife und Preismodelle

Der Schweizer Strommarkt ist mit rund 590 eigenständigen Netzbetreibern stark fragmentiert. Die günstigste Gemeinde der Schweiz, Zwischenbergen im Wallis, verlangt 2026 gerade mal 9.64 Rappen pro kWh, während Kestenholz im Kanton Solothurn bei 43.61 Rappen liegt. Die gleiche Strommenge zu Hause zu laden, kann also an einem Ort viereinhalb Mal so teuer sein wie am anderen.

Der Strompreis setzt sich aus Energietarif, Netznutzungstarif, Messtarif (seit 2026 separat ausgewiesen), Abgaben und Netzzuschlag zusammen. Seit 2026 dürfen Netzbetreiber auch dynamische Tarifmodelle einführen, bei denen sich die Preise je nach Netzauslastung verändern. Bisher hat das noch kein Anbieter als Standard umgesetzt, aber die Entwicklung zeichnet sich ab und könnte intelligentes Laden in Zukunft noch attraktiver machen.

Zeitabhängige Tarife: wann Laden am günstigsten ist

Viele Energieversorger unterscheiden zwischen Hochtarif (tagsüber) und Niedertarif (nachts, am Wochenende), wobei der Unterschied bei 5 bis 10 Rappen pro kWh liegen kann. Auch saisonale Schwankungen spielen eine Rolle: Im Winter steigen die Preise mit der höheren Nachfrage, im Sommer drückt Überschussstrom aus Solaranlagen die Kosten. Smart-Charging-Funktionen moderner Wallboxen verschieben den Ladevorgang automatisch in günstige Tarifzeiten und machen diesen Preisvorteil ohne Aufwand nutzbar.

Standortabhängige Preisunterschiede

Städtische Gebiete wie Zürich bieten zwar eine hohe Dichte an Ladepunkten (über 1'500), aber Parkhäuser verlangen dort 35 bis 55 Rappen pro kWh, teils zuzüglich Parkgebühr. Auf dem Land sind öffentliche Stationen seltener, dafür haben mehr Haushalte Zugang zur eigenen Garage und profitieren von den günstigsten Ladekosten. Am teuersten bleibt die Autobahn, besonders in Tourismusregionen. Der Preisunterschied zwischen einer Autobahnraststätte und einer GoFast-Station abseits der Hauptachsen kann 10 bis 15 Franken pro Ladung betragen.

Batteriekapazität und Ladeeffizienz

Die Grösse der Batterie bestimmt die Kosten einer Vollladung (rund 11 Franken für einen 40-kWh-Akku, 28 Franken für 100 kWh), aber entscheidend für die laufenden Kosten ist der Verbrauch pro 100 Kilometer. Moderne Elektroautos liegen hier zwischen 15 und 30 kWh, wobei kompakte Modelle wie der Fiat 500e am sparsamsten sind und schwere Elektro-SUVs am meisten verbrauchen. Wichtig: Die offiziellen Herstellerangaben stammen aus dem Labor. Im realen Strassenverkehr, besonders im Winter, liegt der Verbrauch typischerweise 15 bis 25 Prozent höher. Dazu kommen Ladeverluste von 5 bis 15 Prozent, die an Schnellladestationen stärker ausfallen als an der heimischen Wallbox.

Ladegeschwindigkeit und Kosten

Je schneller geladen wird, desto teurer ist der Strom pro kWh, weil Schnellladestationen teure Technik und starke Netzanschlüsse erfordern. AC-Laden zu Hause oder am Arbeitsplatz mit 11 bis 22 kW bleibt die kosteneffizienteste Variante, mit Ladezeiten von 3 bis 8 Stunden, die gut in den Tagesrhythmus passen. DC-Schnellladen mit 50 bis 350 kW ist für Langstrecken sinnvoll, sollte aber nicht zur Gewohnheit werden, da es die Batterie stärker beansprucht.

Kostenvergleich: E-Auto vs. Verbrenner in der Schweiz

Direkte Kostengegenüberstellung

Ein Elektroauto mit 17 kWh Verbrauch pro 100 km kostet bei Heimladung (28 Rp./kWh) rund 4.75 Franken pro 100 Kilometer. Ein vergleichbarer Benziner mit 7 Litern Verbrauch kommt bei 1.75 Franken pro Liter auf 12.25 Franken für die gleiche Strecke. Das Elektroauto ist im reinen Energievergleich damit fast dreimal günstiger. Selbst bei ausschliesslichem Schnellladen zu 80 Rappen pro kWh (13.60 Fr. pro 100 km) bleibt es auf dem Niveau eines sparsamen Benziners.

Auf ein Jahr mit 15’000 Kilometern hochgerechnet: rund 714 Franken Strom gegenüber 1’838 Franken Benzin. Eine jährliche Ersparnis von gut 1’100 Franken, allein bei den Energiekosten.

Gesamtkostenrechnung (Total Cost of Ownership)

Beim Total Cost of Ownership spielen neben den Energiekosten auch Anschaffungspreis, Wartung, Steuern und Wertverlust eine Rolle. E-Autos kosten in der Anschaffung nach wie vor mehr, punkten aber bei den laufenden Kosten: kein Ölwechsel, keine Zündkerzen, weniger Bremsenverschleiss dank Rekuperation. Studien beziffern den Wartungsvorteil auf bis zu 30 Prozent.

Bei der Fahrzeugsteuer variieren die kantonalen Regelungen stark. In Kantonen wie Zürich, Solothurn oder Nidwalden sind Elektroautos komplett befreit, in anderen gibt es Ermässigungen. Das macht pro Jahr schnell einige hundert Franken aus. Die Restwerte beliebter Modelle wie Tesla Model 3 oder Hyundai Ioniq 5 haben sich inzwischen auf solidem Niveau stabilisiert.

Langfristige Einsparungen

Bei 15'000 Kilometern pro Jahr und überwiegender Heimladung betragen die Stromkosten über fünf Jahre rund 3'570 Franken. Ein vergleichbarer Benziner kommt im selben Zeitraum auf rund 9'188 Franken. Die Differenz: über 5'600 Franken, über zehn Jahre wächst sie auf über 11'000 Franken, jeweils ohne die tieferen Wartungskosten des Elektroautos einzurechnen.

Die Rechnung fällt weniger eindeutig aus für Fahrende ohne Zugang zu Heimladung, die fast ausschliesslich an öffentlichen Schnellladern laden. Für die Mehrheit der Schweizer Autofahrenden mit Garage oder Wallbox-Zugang am Arbeitsplatz bleibt das E-Auto langfristig aber die günstigere Wahl.

Praktische Tipps zur Kostenoptimierung

Intelligentes Lademanagement

Mit einer programmierbaren Wallbox lässt sich gezielt dann laden, wenn der Strom am günstigsten ist. Wer eine Solaranlage auf dem Dach hat, optimiert den Eigenverbrauch mit PV-Überschussladen: Die Wallbox startet automatisch, sobald die Solaranlage mehr produziert als das Haus verbraucht, was die effektiven Stromkosten auf unter 10 Rappen pro kWh senken kann. Auch ohne Solaranlage empfiehlt sich, die Batterie im Alltag zwischen 20 und 80 Prozent zu halten, da das den Akku schont und unnötiges Schnellladen unterwegs vermeidet.

Auswahl günstiger Ladeanbieter und Tarife

Apps wie TCS eCharge oder Chargeprice zeigen in Echtzeit, was das Laden an verschiedenen Stationen kostet. Für gelegentliches öffentliches Laden reichen kostenlose Apps ohne Grundgebühr (Swisscharge, TCS eCharge). Vielfahrende sollten prüfen, ob sich ein Abo lohnt, wobei die Schwelle bei den meisten Anbietern bei etwa zwei Vollladungen pro Monat liegt. Grundsätzlich gilt: Immer mit der Karte oder App des jeweiligen Stationsbetreibers laden, um Roaming-Aufschläge zu vermeiden.

Förderungen und Subventionen nutzen

Eine einheitliche nationale Förderung für E-Autos gibt es in der Schweiz nicht, dafür bieten viele Kantone und Gemeinden eigene Programme an. Der Kanton Zürich hat ein Förderprogramm mit 50 Millionen Franken Budget aufgelegt (Stand Anfang 2026: über 80 Prozent beansprucht). Bidirektionale Ladestationen werden dort mit 2’000 Franken bezuschusst, im Kanton Luzern gibt es 350 Franken pro Parkplatz für die Basisinfrastruktur.

Die Kantone Schaffhausen, Tessin und Thurgau vergeben eine Umweltprämie von 2’000 Franken beim Wechsel auf ein Elektroauto. Basel-Stadt bietet Unternehmen bis zu 5’000 Franken. Viele Kantone befreien E-Autos zudem ganz oder teilweise von der Motorfahrzeugsteuer, wobei manche dieser Vergünstigungen 2025 oder 2026 auslaufen. Die Plattform energiefranken.ch bietet einen guten Überblick über verfügbare Programme.

Zukünftige Entwicklungen bei den Ladekosten

Preisentwicklung und Markttrends

Für 2026 zeichnet sich eine leichte Entspannung bei den Haushaltsstrompreisen ab, da teure Beschaffungsverträge aus den Jahren 2022 und 2023 auslaufen. Im öffentlichen Ladebereich dürfte der zunehmende Wettbewerb unter den Anbietern mittelfristig für Preisdruck sorgen. Die Schweiz zählt inzwischen über 12'000 öffentliche Ladestationen mit weiterem Ausbau entlang von Verkehrsachsen und bei Einkaufszentren. Mehr Angebot und steigende E-Auto-Zulassungen verbessern die Auslastung der Infrastruktur, was den Betreibern erlaubt, Fixkosten auf mehr Ladevorgänge zu verteilen.

Technologische Innovationen

Bidirektionales Laden gewinnt an Bedeutung: Dabei gibt das Elektroauto Strom zurück ins Hausnetz (V2H) oder ins öffentliche Netz (V2G). Seit dem 1. Januar 2026 ist V2G in der Schweiz regulatorisch klar geregelt, und das Netznutzungsentgelt für eingespeisten Strom wird rückerstattet. Technisch steckt die Technologie allerdings noch in einer frühen Phase, mit Kosten von 13'000 bis 21'000 Franken für bidirektionale Ladestationen und begrenzter Fahrzeugkompatibilität. Einige Kantone bieten bereits Förderungen an.

Auf der Batterieseite versprechen neue Zelltechnologien höhere Energiedichten, schnellere Ladezeiten und weniger Verluste. In Kombination mit Solarstrom und intelligentem Energiemanagement könnte Heimladen in absehbarer Zukunft nahezu kostenlos werden.

Wichtige Erkenntnisse:

  • Laden zu Hause bleibt mit unter 5 Franken pro 100 Kilometer die günstigste Option.

  • Öffentliches Laden ist deutlich teurer, wobei die Preisunterschiede zwischen Anbietern und Standorten enorm ausfallen.

  • Im Energiekostenvergleich fährt ein Elektroauto fast dreimal günstiger als ein Verbrenner.

  • Intelligentes Lademanagement, die Wahl des richtigen Anbieters und die Nutzung von Fördergeldern helfen, die Kosten weiter zu senken.

Fazit

Die Ladekosten eines Elektroautos in der Schweiz hängen im Wesentlichen von drei Faktoren ab: Ladeort, Tarif und Fahrleistung. An der heimischen Wallbox kostet die Fahrt weniger als 5 Franken pro 100 Kilometer, an der Schnellladestation auf der Autobahn kann es das Dreifache sein. Wer den Grossteil des Ladevolumens nach Hause oder an den Arbeitsplatz verlagert, fährt wirtschaftlich am besten.

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